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SV Laufen
Laufen: Für die 2. Mannschaft des SV Laufen wäre am Dienstag abend auf der Laufener Sportanlage gegen den SV Saaldorf 2 mehr drin gewesen. Die Rudholzer-Truppe bot eine gute Leistung, und wusste oftmals zu überzeugen. Jedoch zeigte sich der Gast aus Saaldorf cleverer und nutzte die wenigen Fehler der Heimmannschaft eiskalt aus und siegte dadurch 3:1.

Das "kleine Derby" gegen die Nachbargemeinde hat jeden Zuschauer verdient. Und keiner der aus Saaldorf angereist ist oder den kurzen Weg aus den Wohngebieten in Laufen bereute es nicht. Es entwickelte sich auf der Laufener Sportanlage an der Freilassinger Straße ein munteres Spiel, wo der Hausherr größtenteils durch mehr Ballbesitz zu überzeugen versuchte. Die erste Torchance der Partie hatten dann auch die Spieler des SV Laufen. Nach einem Eckball von Michael Niedermeier, auf Seiten des SV Laufen der stärkste und agilste Akteur an diesem Abend, kam Sebastian Ortwein zum Kopfstoß. Niedermeier drehte den Eckball in der 7. Spielminute sehenswert in den Strafraum und der aufgerückte Innenverteidiger Ortwein stieg am höchsten. Doch der wuchtige Kopfstoß flog einige Zentimeter am Tor vorbei. In der Folge entwickelte sich eine ansprechende Partie, allerdings fehlte es ein wenig an Torszenen. Der erste Fehler des SV Laufen geschah in der 16. Minute. Ortwein verlor vor der eigenen Strafraumgrenze nach einem Rückpass aus dem Mittelfeld den Zweikampf gegen den aktiv reagierenden Engelbert Enzinger, der sich daraufhin im 1 zu 1 Duell gegen Keeper Alexander Kalb die Chance nicht entgehen ließ und zum 0:1 einnetzte. Trotz der Saaldorfer Führung hatte die Elf von Trainer Martin Rudholzer weiterhin mehr vom Spiel. Nach gut einer halben Stunde war es wieder Michael Niedermeier, der für Aufsehen auf der Tribüne sorgte. Er schnippelte aus gut 20 Metern einen Freistoß exzellent in Richtung Gehäuse. Doch der Schuss flog an den Pfosten, bei dem sich die Saaldorfer nun bedanken konnten. Allerdings hatte nun in der Schlussviertelstunde der ersten Hälfte auch der Gast einige gute Tormöglichkeiten. Es war auch auf Seiten des Gastes eine Standardsituation. Engelbert Enzinger schoss einen Eckball kurz vor den Fünfmeterraum, wo Michael Klinger im Fallen das Leder nicht im Netz unterbrachte (32.). Die Bestrafung für vergebene Torchancen und individuellen Unzulänglichkeiten auf Seiten des SV Laufen folgte in der 37. Minute. Wiederum ging dem zweiten Treffer ein Abwehrfehler voraus. An einen halbhohen Ball aus dem Mittelfeld kam die Verteidigung nicht richtig heran, so dass im Rücken derer sich Dominik Hergott davonstehlen konnte. Hergott lief einige Meter in Richtung Alexander Kalb und überwindet diesen aus elf Metern zum 0:2. Eigentlich war bis hierher der SV Laufen spielerisch um einiges besser, aber was willst du machen, wenn Fehler, die zu einem Fußballspiel dazugehören, sich einfach zum falschen Zeitpunkt ereignen. Dominik Hergott hätte einige Minuten später (41.) sogar noch zum 0:3 erhöhen können. Nach einem exakt durchgesteckten Pass von Stefan Reiter erschien Hergott wieder allein vor dem Kasten, doch diesmal versagte ihm das Abschlussglück und er schob den Ball einige Meter am Tor vorbei. Doch auch der SV Laufen hatte vor dem Pausenpfiff des unauffälligen Unparteiischen Matthias Rothe vom SC Anger eine Großchance anzubieten, die letztlich nur der SVS-Goalie Christian Streitwieser entschärfen konnte. Über Tobias Antosch und Beni Citaku kam der SVL über die rechte Außenbahn. Citaku schoss scharf in den Strafraum hinein. Dort verfehlte zuerst Thomas Bauer das Leder, doch hinter ihm stand Michael Niedermeier einschussbereit. Niedermeiers gut getroffener Ball klatschte allerdings an die Hände von Streitwieser, der damit den Anschlusstreffer in höchster Not verhindern konnte.
Äußerst engagiert kam der SV Laufen dann aus der Kabine. Schon kurz nach Anpfiff des zweiten Durchgangs kam Thomas Bauer zur Schusschance, doch noch fehlte beim Laufener Alleinunterhalter im Sturmzentrum das Zielwasser. Eine Standardsituation in der 51. Minute sorgte dann für den verdienten Anschlusstreffer. Wieder war es Michael Niedermeier, der einen Freistoß gut platziert in die Gefahrenzone brachte. Dort zog Thomas Bauer schön vor das Tor und in den Ball hinein und verwandelte schulmäßig per Kopf unter die Latte zum 1:2. Der SV Saaldorf wirkte nach dem Laufener Treffer nun leicht nervös und angeschlagen und hatte zu tun, wieder in die Hälfte des SVL zu kommen. Der Druck des SVL war in dieser Phase durchaus in einem hohen Bereich. Bis zur Schlussphase, wo wenig Torchancen auf beiden Seiten zu sehen waren, hatte der SV Laufen mehr vom Spiel und hätte sich den Ausgleich mittlerweile mehr als verdient gehabt. Zaghaft, aber dann doch, befreite sich der SV Saaldorf in den letzten zehn Minuten zusehends und kam wieder selbst vor das SVL-Tor. In der 85. Minute machten die Gäste dann den Bemühungen des SV Laufen ein Ende und sicherten sich die drei Punkte, die hart erarbeitet wurden. Nach Eckball von Stefan Reiter kam der eingewechselte Anton Galler mit Schwung an den Ball und verwandelte per Kopf mit aller Wucht zum 1:3 Endstand.

Der SV Laufen 2 trat zum Flutlichtspiel mit folgendem Kader an:
Alexander Kalb, Nino Rautner, Kapitän Alexander Schumann, Sebastian Ortwein, Florian Kalb, Beni Citaku, Michael Niedermeier, Adrian Braunsperger, Hubert Schrenk, Tobias Antosch und Thomas Bauer. Ersatz: Martin Stockhammer, Christian Baschnagl und Michael Scheungrab.



Michael Niedermeier (Mitte) machte durch Lauffreudigkeit und gefährliche Standards ein Klassematch für Laufens "Reserve". Zum verdienten Punkt reichte es allerdings nicht. Links der unauffällig leitende Schiedsrichter Rothe (Anger) und rechts Niedermeiers Mitspieler Hubert Schrenk.


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