Es gibt kein Computerprogramm, dass das könnte - die Rechner wären mit der Einteilung von Fußball-Ligen schlicht überfordert. Geografische Kenntnisse, Gespräche mit den Vereinen und ein wenig Fingerspitzengefühl gehören dazu, um rund 350 Mannschaften auf 26 Spielklassen zu verteilen.
Zwei Tage nach dem letzten Relegationsspiel sind die Spielleiter im Kreis Inn/Salzach so gut wie fertig mit den Spielklassen 2015/16. Nur mit den C-Klassen warten Kreisspielleiter Bernd Schulz (Großkarolinenfeld) noch ein wenig - zu oft gibt es da in letzter Minute noch Rückzieher oder Nachmeldungen. Ist ein Verein mit der Einteilung partout nicht glücklich, hat er noch gut eine Woche Zeit, einen Tauschpartner in einer anderen Gruppe zu finden.
"Aber ich finde, die Vereine können zufrieden sein", sagt Schulz. Nicht alle Wünsche ließen sich erfüllen. Doch kann etwa der ASV Grassau in die "angestammte" Kreisklasse 4 zurückkehren. In die gleiche Liga wollte auch Aufsteiger TSV Tittmoning. Er darf sich auf einige Lokalderbys im Salzachtal freuen. Der eine oder andere "Härtefall" ließ sich nicht vermeiden - "doch das gleicht sich über die Jahre immer aus", tröstet Schulz.
Zwischen Rosenheim und dem Chiemsee ballen sich gleich zwölf Kreisklassisten in der Gruppe 1, neun Mannschaften aus dem Wasserburger Land bilden den Kern der Kreisklasse 2, und in der kaum veränderten Gruppe 3 rund um Altötting und Mühldorf sind die Fahrtstrecken besonders kurz. Nur Tacherting muss von der Kreisklasse 2 in die Gruppe 3 umziehen. Insgesamt waren nur neun Aufsteiger aus den A-Klassen einzubauen, weil sich in der Relegation drei Kreisklassisten retteten - aus der Gruppe 3 mit dem SV Erlbach II sogar der Vorletzte.
In der A-Klasse sieht nur die Gruppe 2 - rechts und links des Inn - etwas ungewohnt aus. In den Gruppen 4 und 5 kehrt dagegen wieder "Normalität" ein.
In den B-Klassen orientierten sich die Spielleiter bei der Einteilung im Zweifel an der Klassen-Zugehörigkeit der ersten Mannschaft. So können die Reserven in der B-Klasse 4 bei acht von 13 Auswärtsspielen gemeinsam mit ihrem Kreisklassen-Team (Gruppe 3) anreisen. In der B-Klasse 2 spielen sechs Zweitvertretungen aus der Kreisklasse 1.
Der FC Maitenbeth ist in der B-Klasse mit zwei Mannschaften am Start. Der TSV Grabenstätt hat seine "Zweite" dagegen überraschend aus der B-Klasse zurückgezogen.
Für den SV Laufen und seine Herrenteams ergab die Einteilung der Spielgruppen folgende Fakten:
Kreisklasse-Gruppe 4 (14 Mannschaften): SC Anger (Absteiger aus der Kreisliga), ASV Grassau, SV Kirchanschöring II, TSV Berchtesgaden, SC Inzell, TSV Traunwalchen, SV Laufen, TSV Fridolfing, FC Bischofswiesen, BSC Surheim, DJK Otting, TSV Tittmoning (Aufsteiger aus der A-Klasse), SC Vachendorf (Aufsteiger aus der A-Klasse) und ASV Piding (Aufsteiger aus der A-Klasse).
B-Klasse-Gruppe 7 (12): SV Laufen II (Absteiger aus der A-Klasse), TSV Siegsdorf II, SC Inzell II, SC Weißbach, FC Ramsau, TSV Berchtesgaden II, SV Oberteisendorf II, DJK Weildorf II, BSC Surheim II, TSV Fridolfing II, SC Anger II (Aufsteiger aus der C-Klasse), DJK Otting II (Aufsteiger aus der C-Klasse).

Nach den Relegationsspielen der Saison 2013/2014, die für den SVL erfolgreich endeten, kommt es nun in der regulären Kreisklassenspielzeit zum Wiedersehen zwischen dem SV Laufen (in rot) und dem schwarzen Turn-und Sportverein aus Tittmoning.
