Laufen: Für den SV Laufen endet am Freitag, den 5. Oktober die englische Woche mit einem „Hammerlos“. Der Spielplan gab es her, dass der SVL nach dem Mittwochsspiel nun schon zwei Tage später beim Spitzenteam des TSV Tittmoning antreten muss. Gleiches gilt für Laufens Zweite, die ebenfalls in Tittmoning ihre Visitenkarte abgeben.
Unglücklich sicherlich, nicht vermeidbar aber, dass der SV Laufen nach dem Mittwochsspiel gegen den TSV Heiligkreuz, welches mit 1:3 verloren ging, schon am Freitagabend beim TSV Tittmoning antreten muss. Der SVL hat somit nur zwei Tage Zeit, sich nach der ersten Heimniederlage des Jahres zu sammeln und die Kräfte neu zu bündeln. Gegen Heiligkreuz musste sich die Eckstein-Elf gegen im zweiten Durchgang engagierte Gäste geschlagen geben. Einzig Helmuth Putzhammer gelang per Strafstoß ein Tor für die Salzachstädter. Tittmoning – immer wieder Tittmoning. Einige spannende Duelle gab es in der Vergangenheit zwischen den Kontrahenten, die auf dem Sportgelände in der Salzachau in Tittmoning am Freitag, den 5. Oktober um 20 Uhr aufeinandertreffen. In der Relegation 2014 besiegte der SV Laufen damals den TSV Tittmoning zweimal mit 3:2 und 2:1. Die Skala der Statistik schlägt auch im Allgemeinen für den SV Laufen aus. Fünf Begegnungen, drei Siege für den SVL, zweimal war der TSV erfolgreich. Unentschieden gab es bisher kein einziges. Die letzten Partien 2015/2016 jedoch gingen ziemlich klar an den TSV Tittmoning. Sogar mit 6:0 ging der SVL damals in der Salzachau unter, zuhause wurde es ein 1:3. Tittmoning, als Kreisligaabsteiger, ist seit Beginn der neuen Kreisklassensaison ganz oben dabei. Bis zum Nationalfeiertag firmierte die Kostner-Truppe auf Platz 1 und musste nun am Nationalfeiertag ohne selbst eingreifen zu können die Tabellenführung mit zwei Punkten Abstand an den ASV Piding abgeben. Klar ist, dass der TSV Tittmoning am Freitagabend um 20 Uhr auf heimischen Platz der klare Favorit ist, doch…
Mit Angst wird der SV Laufen keinesfalls nach Tittmoning reisen. Das Potential beim SV Laufen ist da, um den TSV zu ärgern und eventuell mit Punkten die Heimreise anzutreten. Sicherlich ist wie in der Vergangenheit zu erwarten, dass es ein emotionales Spiel wird, wo kein Spieler seinem Gegenüber nur einen Millimeter Grashalm gönnen wird. Mit 23:8 Toren hat der TSV das beste Torverhältnis aufzuweisen im Gegensatz zum SVL, der mit 21:21 eine ausgeglichene Statistik hat. Doch Zahlen bleiben nur Zahlen – entscheidend ist, was am Freitagabend in Tittmoning unter Leitung von Schiedsrichter Christian Bergmann passieren wird. 90 Minuten „großes Tennis“ – ein heißer Tanz, nichts anderes wird in der Region erwartet.
Ebenfalls ein heißer Tanz wird das „Vorspiel“ der beiden Zweitvertretungen, welches um 18 Uhr durch Johann Stettner angepfiffen wird. Es empfängt der Tabellenvierte der C-Klasse 6 den Tabellenzweiten aus Laufen. Das Spitzenfeld der C-Klasse ist so eng gestrickt, dass jeder Punkt am Ende über Wohl und Weh im Aufstiegsrennen entscheidend sein kann. Einen Big-Point konnte der SV Laufen am Dienstagabend einfahren. Ein knappes 1:0 gegen den SV Kay III bewirkte, dass der SVL wieder Platz 2 einnehmen konnte. Jedoch sind zu Platz 5 magere 2 Punkte Vorsprung vorhanden. Seeon mit 24 Punkten, Laufen 21, Kay 20 und Tittmoning und Palling 19 Punkte. Tittmoning hatte im Gegensatz zu Laufen am vergangenen Spieltag leichtes Spiel. Deutlich schlug man die DJK Traunstein auf deren Platz mit 9:0 Toren und sendete damit ein Ausrufezeichen an die Konkurrenz. Allein Franco Kostner erzielte in Traunstein drei Tore. Hochmotiviert, schon allein aufgrund dieses Sieges, werden die Tittmoninger Mannen vor heimischen Publikum antreten und dem SVL das Leben schwer machen wollen. Spannung im Spitzenfeld angesagt – keine Frage. Ein Sieg einer Mannschaft wäre ein weiterer Big-Point, der aber lediglich drei Punkte bedeuten würde und keine größeren langfristigen Auswirkungen haben muss.

Möchte seinem Torinstinkt in Tittmoning wieder Freilauf schenken – Gerhard Nafe vom SV Laufen
Foto: Michael Scheungrab für den SV Laufen
