Zum Inhalt springen
Sportanlage und Fußballverein SV Laufen

Laufen: Wenn am Samstag, den 7. November, um 15 Uhr der SV Laufen den Stadtrivalen SV Leobendorf an der Freilassinger Straße empfängt, ist Derbyzeit in der Salzachstadt. Zum letzten Pflichtspiel vor der Winterpause wartet auf beide Mannschaften ein Duell, das weit mehr als nur drei Punkte verspricht. Vor allem für die Rot-Weißen bietet sich die Gelegenheit, eine bislang wechselhafte Saison mit einem echten Ausrufezeichen abzuschließen.

Die nackten Zahlen sprechen derzeit nicht unbedingt für die Mannschaft von Trainer Andreas Brandl. Nach zwölf Begegnungen stehen elf Punkte bei 26:25 Toren zu Buche. Doch ein genauerer Blick offenbart durchaus Positives: Neun der elf Zähler holte der SVL auf heimischem Rasen, erzielte dabei in sechs Begegnungen beachtliche 17 Treffer. Vor allem der Saisonstart zeigte eindrucksvoll, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt. Fünf Spiele blieb Laufen ungeschlagen, fegte Bad Reichenhall mit 6:0 und Inzell/Weißbach mit 5:0 vom Platz. Selbst Tabellenführer Hammerau musste sich später in Laufen mit einem 1:1 begnügen. Eines dürfte deshalb klar sein: Liefert der SV Laufen auch nur ansatzweise jene Leistungen ab, die ihn zu Saisonbeginn auszeichneten, kann er jeden Gegner dieser Spielklasse schlagen. Das ist keine bloße Wunschvorstellung, sondern haben die Salzachstädter längst auf dem Platz bewiesen.

Allerdings reist mit dem SV Leobendorf ein durchaus unangenehmer Kontrahent an. Der Tabellenvierte der vergangenen Saison präsentiert sich insbesondere in der Fremde gefährlich. Zehn Punkte aus sechs Auswärtsspielen und 17 erzielte Treffer unterstreichen die Offensivqualitäten der Burr-Elf. Doch gerade die jüngere Derbygeschichte sollte den Gastgebern Mut machen. Fünf der vergangenen sechs Stadtderbys entschied der SV Laufen für sich – bei einem bemerkenswerten Torverhältnis von 18:4. Unvergessen bleibt der fulminante 6:1-Auswärtstriumph im März dieses Jahres, als Julian Draak und seine Mitspieler den Rivalen im eigenen Waldstadion regelrecht überrollten.

Trotz der jüngsten 1:3-Niederlage in Fridolfing gibt es für den SV Laufen keinen Grund, sich kleiner zu machen, als man ist. Die Mannschaft verfügt über offensive Qualität, hat Kampfgeist bewiesen und mehrfach gezeigt, dass sie auch stärkeren Gegnern Paroli bieten kann. Was zuletzt fehlte, waren Konstanz, defensive Stabilität und die notwendige Konsequenz über die gesamte Spielzeit. Gerade ein Stadtderby könnte nun der richtige Anlass sein, diese Tugenden wieder zusammenzuführen.

Die Vergangenheit macht Mut, die Heimstatistik gibt Hoffnung und die Rivalität sorgt ohnehin für zusätzliche Motivation. Jetzt liegt es an den rot-weißen Spielern, das vorhandene Potenzial auf den Rasen zu bringen. Denn eines ist sicher: Ein Derbysieg wäre nicht nur ein einigermaßen versöhnlicher Jahresabschluss, sondern auch ein wichtiges Signal für die Rückrunde.

Anpfiff ist am Samstag, 7. November 2026, um 15 Uhr auf der Sportanlage des SV Laufen an der Freilassinger Straße.

Sponsoren Slider